Gedrucktes ist tot*?

Ich bin ein Fan von Büchern. Deswegen schleppe ich meine komplette Bibliothek bei jedem Umzug auf’s Neue wieder mit. Deswegen kann ich mich nicht einmal von den schlechten Büchern meiner Sammlung trennen. Seltsam, ich weiß. But that’s me! Live with it ;)

cybook-buchIch bin ein Fan von Büchern. Deswegen schleppe ich meine komplette Bibliothek bei jedem Umzug auf’s Neue wieder mit. Deswegen kann ich mich nicht einmal von den schlechten Büchern meiner Sammlung trennen. Seltsam, ich weiß. But that’s me! Live with it ;)

Wie auch immer. Seit einiger Zeit bin ich stolzer Besitzer eines Geräts, welches mir mein Lese-Vergnügen garantiert – und den Buchverlagen, obwohl von ihnen herbeigesehnt,  den kalten Angstschweiß aus den Poren treibt.

Auf  Carlos Empfehlung habe ich mir den CyBook Gen3 besorgt. Ein Exemplar der zur Zeit hochgehypten Ebook-Reader. Ein Kindle wäre es sowieso nie geworden: hässlich, überladen mit unnützem Schnickschnack – und proprietär bis zum gehtnichtmehr.  Sonys Beitrag zum Hype kam letzlich zu spät.

Jetzt benutze ich das Gerät seit knapp 2 Wochen und bin begeistert. Das Schriftbild ist klar und deutlich –  typisch für ein E-Ink-Display. Schriftart und -Größe lassen sich bequem anpassen, ohne das das Seiten-Layout zu stark darunter leiden würde.  Vereinzelt kommt es zwar zu unnötigen Zeilenumbrüchen, im großen und ganzen aber bleiben Blocksatz  und Absätze erhalten. Mit der Möglichkeit, eigene True-Type-Fonts auf das Gerät zu laden, lässt sich die Anzeige noch weiter individualisieren.

Sehr praktisch, in Verbindung mit der Mobipocket-Software, ist die Möglichkeit RSS-Feeds zu abonnieren und über USB mit dem CyBook zu synchronisieren. Die Mobipocket-Software wandelt das HTML in das passende Format um und generiert sogar eine verlinkte Inhaltsübersicht. So erhält man bequem, einfach und schnell seine morgendliche elektronische Tageszeitung. UND sie ist definitiv aktueller und einfacher zu lesen als die Papierausgabe.

Die Umschaltzeiten, sprich das Blättern, sind enorm schnell. Abhängig von der Datenquelle und Dateigröße des Buchs, liegen sie im Schnitt bei unter einer Sekunde. Bei großen Büchern soll die „Ladezeit“ der Seiten mit steigender Seitenzahl ansteigen – bestätigen kann ich das noch nicht. Ich habe aber auch bislang darauf verzichtet, größere PDFs ins Gerät zu geladen.  Ein Update wird zu gegebener Zeit folgen.

Neben den üblichen E-Book-Shops bietet das Internet eine Fülle an kostenlosen und legalen Möglichkeiten, bequem an Futter für den Reader zu kommen. Vor allem alte Klassiker, die schon lange in der Public Domain liegen, hält Feedbooks.com bereit – leider sind diese Bücher größtenteils in Englisch. Übersetzungen sucht man vergebens (kleiner exkurs ins Urheberrecht: Das liegt schlicht daran, dass Übersetzungen rechtlich eigenständige Werke sind, deren Urheberrechte beim Übersetzer liegen. Das bedeutet wiederum, dass diese Rechte wie üblich erst 50 (?) Jahre nach dem Tod des  Urhebers verfallen).  Googles Buch-Projekt bietet ebenfalls eine umfangreiche Sammlung an „Public Domain“-Büchern.  Eine gute Quelle für Ebook-Infos bietet übrigens Kindlez.de. Neben diesen Quellen existieren natürlich weitere Seiten, Foren, Blogs, you name it, die zum Teil legal, zum Teil illegal Bücher, Zeitungen und Zeitschriften zum Download anbieten. Nennen werde ich diese an dieser Stelle natürlich nicht.

Mein Fazit: Für die morgendliche Kurzstrecke in der U-Bahn genauso geeignet wie zum „Mitschleppen“ der Urlaubsliteratur. Mit dem Auftauchen dieser Technik stehen natürlich auch die klassischen Buchverlage vor einer Chance:  einfachere Distribution ihrer Inhalte bei immens reduzierten Herstellungskosten. Als auch Risiken: Digitale Güter sind nun mal so einfach zu verteilen, dass es buchstäblich jeder kann.  Musik- und Filmvertriebe – in gewisser Weise auch Gamesvertriebe – haben diese Erfahrung leidvoll machen müssen. Mal schauen ob die Buchverlage aus deren Fehlern gelernt haben.

Ausmaße: Etwas größer als ein handelsübliches Taschenbuch (18,5 x 11,5cm). Dabei aber sehr viel dünner. Das Display hat eine Diagonale von ca. 15 cm.

Display: Die Anzeige basiert auf E-Ink-Technologie. Praktisch bedeutet es: Strom wird nur zum „Umblättern“ gebraucht. Im Gegensatz zu TFT- oder LCD-Displays lässt sich die Schrift umso besser erkennen, je heller es ist. Kein Spiegeln, kein Blenden – selbst wenn die Sonne im Rücken steht.

Bedienung: Anders als bei Amazons „Kindle“ wird das Gerät nicht von einem Übermaß an Tasten verschandelt. Seitlich sind 4 Funktionstasten angebracht. Oben der Ein/Ausschalter, direkt unterhalb des Display befindet sich das Steuerkreuz und die Bestätigungs-Taste zum „Navigieren“.

Anschlüsse: Ein Mini-USB-Anschluss dient sowohl dem Aufladen als auch dem Synchroniseren des Geräts. Ein Mini-Klinkenstecker ist für Kopfhörer vorgesehen. Allerdings ist der Anschluss so klein, dass handelsübliche MP3-Player-Kopfhörer ohne Adapter nicht passen. Sie sind einfach zu groß.

Formate: HTML, TXT, PRC, PalmDoc, PDF,  Mobipocket und noch einige mehr.

*“Gedrucktes ist tot!“ Dr. Egon Spengler / Ghostbusters (1984)“

Und die Sau wird weiter getrieben…

War ja nicht weiter überraschend. In trauter Einhelligkeit fordern Politiker von SPD und Grüne schärfere Waffengesetze, während die Christdemokraten und -sozialen ein Verbot der so genannten „Killerspiele“ fordern. Nichts neues also…

War ja nicht weiter überraschend. In trauter Einhelligkeit fordern Politiker von SPD und Grüne schärfere Waffengesetze, während die Christdemokraten und -sozialen ein Verbot der so genannten „Killerspiele“ fordern. Nichts Neues also…

An dieser Stelle will ich mich auch gar nicht darüber aufregen. Was ich von der Killerspiel-Debatte halte, habe ich an anderer Stelle schon ausgeführt. Meine Meinung hat sich in der ganzen Zeit ebensowenig geändert, wie die Forderungen der CDU oder CSU.

Was ich zur Zeit fassungslos beobachte, ist die mediale Sau, die wieder einmal durchs Dorf getrieben wird und dem Amoklauf wieder einmal mehr Aufmerksamkeit verleiht, als gut ist. Ja! Freie Berichterstattung ist wichtig. Ja! Die Freiheit der Presse gilt es unter allen Umständen zu schützen. Aber ich frage mich: Ist es wirklich notwendig diese Tragödie in allen kleinen, tragischen, schmutzigen, und unwesentlichen Details breit zu treten? Heißt Freiheit der Presse, dass sie alles machen darf, was sie machen kann? Wäre es nicht nobler und letztlich fairer – allen Beteiligten gegenüber – würde man sich in Zurückhaltung üben? Wer genau hat denn etwas von der Information über Alter, Namen und der Familie des Täters? Was bringt die Spekulation über Motive, wenn sie denn eh nur darin mündet, dass einzelne Wichtigtuer laut völlig unnütze Forderungen stellen. Im Endeffekt produziert es nur den (heutzutage virtuellen) Lynchmob, der, angeführt von den Medien, die Familie des Täters zu Flucht treibt. Zum untertauchen, als wären Sie die Verbrecher. Welchen Informationsgehalt hat, was (angebliche) Freunde und Bekannte über jemanden berichten, den sie kaum kannten?

Und muss man wirklich ein Video veröffentlichen, das zeigt, wie der Amokläufer, ein 17-Jähriger Junge, sich selbst richtet? Ist das noch Information? Oder ist es nicht eher die Befriedigung der eigenen Blutgier und Sensationslust? Das, mehr als alles andere, verursacht bei mir die Fassungslosigkeit. Das die eigentlichen Opfer entsprechend nur als Zahl in einer Statistik auftauchen und am Rande erwähnt werden, passt da wunderbar ins Bild. Da hilft auch kein Hinweis Pressekodex. Denn der lässt sich nicht selektiv auslegen und bezieht sowohl auf Opfer als auch Täter.

Was die Medien mit ihrer „Berichterstattung“ anrichten, nehmen sie billigend in Kauf: Sie erheben einen Massenmörder zum Superstar.  Andererseits heucheln sie dann aber Empörung, wenn er denn tatsächlich entsprechend gefeiert wird. Das sie damit auch Trittbrettfahrer motivieren, die, wie in Freiburg und Heilbronn geschehen, eine Scheibe vom „Ruhm“ für sich abhaben wollen, will ich gar nicht weiter ausführen.

Zuletzt wird es wieder so laufen: Die Aufregung um Winnenden wird abebben. Das Interesse seitens Politik, Medien und Konsumenten wird sich erschöpfen, sobald alles, aber auch wirklich alles, zum Thema gesagt wurde. Dieses Mal inklusive des „Live-Videos“ der letzten Minuten von Tim K., welches in den Medien wieder und wieder kolportiert wurde. Letztlich wird Winnenden in einem Atemzug mit Littleton, Erfurt, Emsdetten und allen anderen „Amok-Orten“ genannt. Die Geschichte selbst aber, die ist dann „durch“ und weicht der Nächsten.

Beate Merk, Bayerns Justizministerin, fragt sich, wofür „wir diesen menschenverachtenden Schund“ brauchen und meint Videospiele. Ich  stelle mir dieselbe Frage – allerdings in Bezug auf die Berichterstattung.

Lost Generation

Mein Video des Tages. Sehr clever gemacht! Und die Aussage trifft voll und ganz zu. Wir haben es in der Hand, unser Leben zu gestalten, indem wir die richtigen Entscheidungen treffen.

lostgenerationMein Video des Tages. Sehr clever gemacht! Das Video wurde im AARP U@50 Video Wettbewerb eingereicht und errang dort den zweiten Platz. Jetzt mal ohne den Gewinner zu kennen – eins höher wäre besser gewesen.

Jedenfalls verdient dieses kleine Kunstwerk jede Aufmerksamkeit die es irgendwie bekommen könnte und sollte definitiv weiterverbreitet werden. Aber ohne weiter Reden schwingen zu wollen – hier ist das Video:

Lost Generation

Schönes Wochenende ;)

Farbenspiele mit Flickr

Meine Seite des Tages gehört nicht zu Yahoo! – aber sie nutzt die kostenlosen APIs eines Yahoo! Dienstes – nämlich Flickr.

Meine Seite des Tages gehört nicht zu Yahoo! – aber sie nutzt die kostenlosen APIs eines Yahoo! Dienstes – nämlich Flickr.

Die Seite ermöglicht es euch, Fotos und Bilder aus dem Flickr-netzwerk ganz einfach anhand der Farben anzeigen zu lassen. Die Funktionsweise ist simpel: Wählt auf der rechten Seite eine Farbe aus – und kombiniert nach Herzenslust weitere Farben dazu. Die Anwendung sucht euch dann automatisch Bilder heraus, in denen die gewählten Farben überwiegend enthalten sind.

Ein schönes Beispiel für die clevere Nutzung der Flickr-APIs
Ein schönes Beispiel für die clevere Nutzung der Flickr-APIs

Genial! Hier geht’s zu den Farbenspielen…

In diesem Sinne,

Schönes Wochenende ;)

Weitergehen!

Hier gibt es nichts zu sehen! Ich importiere mal wieder Artikel aus dem alten Blog hierher. Bislang allerdings wenig erfolgreich… Zumindest die Headlines sind da. Und die Texte… nur eben nicht auf der eigentlichen Artikel-Seite.

Ach ja: Die bisher importierten Texte sind ALT! Echt! Das gibt euch einen kleinen Hinweis darauf, wie häufig neue Texte zu erwarten sind.

Wie auch immer – Police-Line – DO NOT CROSS! Hier gibt es nix zu sehen.

Versucht es doch mal hier:

www.yahoo.de