Was gelernt

Es ist schon ewig her, dass ich in dichtem Schneetreiben mit dem Auto unterwegs war. Und dann auch noch von Frankfurt nach München. Das allein ist ja schon eine Strecke, die ich allein nur sehr ungern fahre – wegen der Länge, nicht weil die Landschaft unansehnlich wäre oder das ziel es nicht wert. ;)

Schneetreiben auf der Autobahn Fotos_von_Carlos
Fotos_von_Carlos

Es ist schon ewig her, dass ich in dichtem Schneetreiben mit dem Auto unterwegs war. Und dann auch noch von Frankfurt nach München. Das allein ist ja schon eine Strecke, die ich allein nur sehr ungern fahre – wegen der Länge, nicht weil die Landschaft unansehnlich wäre oder das Ziel es nicht wert. ;)

Wie auch immer… ich habe einiges gelernt heute Nacht:

  • Fahren auf einer geschlossenen Schneedecke ist … interessant.
  • Eine Autobahnauffahrt/Autobahnkreuz unter oben genannten Bedingungen zu passieren ist … interessanter.
  • Der empirische Beweis ist erbracht: Busfahrer sind völlig durchgeknallt. Einen 60km/h fahrenden Autofahrer (me) mit geschätzten 100 Sachen und gefühlten 3 cm Abstand zu überholen (auf einer dicken, geschlossenen Schneedecke) grenzt an Wahnwitz. Das ist aber nicht nur einmal passiert, sondern fünf Mal. Zwischen Frankfurt und Aschaffenburg! Die LKWs waren erstaunlicherweise brav.
  • Unter Umständen sind drei Stunden eine akzeptable Zeit zur Bewältigung der Strecke Frankfurt – Würzburg.
  • Manche Raststätten schließen nachts
  • Egal wie schnell (und wahnwitzig) du selbst fährst. Da ist immer einer der Dich toppt.
  • Kaffee an Raststätten ist a) überteuert und b) schlecht. Was mich zu einem Axiom verführt. „Die Qualität eines Raststätten-Kaffees verhält sich umgekehrt proportional zum Preis.“ Oder anders ausgedrückt: Je teurer der Kaffee, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass Du Tee bekommst. (Anm. Ja, ihr Erbsenzähler – das ist nicht neu und habe ich auch nicht erst heute gelernt. Ich wollte es der Vollständigkeit halber erwähnt haben. ;) )
  • Die Kombination aus Dunkelheit, Schnee, Eis UND Nebel ist ganz schlecht.
  • Wer bei trockenen, idealen Verhältnissen nicht blinkt, wird es unter ungünstigen Bedingungen auch nicht tun.
  • Manche Verkehrsteilnehmer halten Nebelschlussleuchten für ein Allheilmittel.
  • Red Bull kann Leben retten.
  • Idioten fahren nicht ausschließlich dicke Schlitten.

Zu guter Letzt bleibt zu sagen. Ich habe überlebt und bin ein kleines Stückchen weiser geworden. Schreiben konnte ich das aber erst, nachdem ich ein wenig geschlafen hatte ;)

Bild: (cc-by-sa) Fotos_von_Carlos auf Flickr